Zwischenfazit der Untersuchung von Operationen

In den letzten fünf Beiträgen haben wir uns mit verschiedenen Standardoperationen, der Vorbereitung und Nachbereitung, der Operationszeit und der Sterblichkeit befasst – jetzt ist es an der Zeit, ein Zwischenfazit zu ziehen.
Folgendes ist aufgefallen:

  • Die Unterschiede in der voroperativen Liegedauer ist teils erheblich – manche Krankenhäuser optimieren jeden Tag. Interessant wäre die Frage, ob dadurch manchmal Komplikationen übersehen werden oder Operationen verfrüht durchgeführt werden?
  • Die Liegedauer nach der Operation ist bei Operationen wie dem Kaiserschnitt, beim Hüftersatz schwankt sie zwischen 12 und 45 Tagen, was ein enormer (auch wirtschaftlicher) Unterschied ist. Der Verdacht liegt nahe, dass einige Häuser die Patienten „blutig“, also noch lange nicht geheilt, entlassen, um möglichst schnell wieder Platz für neue Patienten zu schaffen – Optimierung der Auslastung.
  • Die Sterblichkeit nach den Standardoperationen schwankt bei Häusern gleicher Größe teils um das 2-3-fache, die Gründe liegen nicht nur in den Operationszeiten. Hier sind Einsendungen gern gesehen, weitere Untersuchungen werden folgen.
  • Die Optimierung der Operationszeiten, insbesondere Druck auf die operierenden Ärzte, die Operationen möglichst schnell durchzuführen, führt erwiesenermaßen zu Komplikationen und Todesfällen – Kostendruck im Krankenhaus kostet Menschenleben!