Kaiserschnitte – das Geschäft mit der Geburt

Wie in einem vorherigen Beitrag bereits erwähnt, führen deutsche Krankenhäuser immer mehr Kaiserschnitte durch, was damit zu tun haben könnte, dass diese wesentlich besser vergütet werden. Wir wollen dieser Operationen heute einmal genauer untersuchen:

Liegedauern bei Kaiserschnitten

Kaiserschnitte sind deshalb so beliebt, weil sie relativ gut geplant werden können. Daher können auch die voroperativen Liegedauern gut ermittelt werden:

Ich würde gerne einmal die Hebammen unter den Lesern fragen: Wie kommen eigentlich diese großen Unterschiede zustande, warum liegen die Frauen in manchen Häusern einen Tag länger vor dem Kaiserschnitt als in anderen? Was macht das mit der Sicherheit für Frau und Kind?

Zwischen knapp unter 5 und 6 Tagen liegen Frauen auf der Geburtsstation, das ist relativ konstant mit wenigen Ausreißern – auch hier wieder die Frage, woran liegt das?

Sterblichkeit nach Kaiserschnitt

Die Sterblichkeit nach (geplanten!) Kaiserschnitten sollte eigentlich 0 sein – Todesfälle bei der Mutter sind absolut nicht vorgesehen, trotzdem kommen sie vor:

Auch hier sind die Unterschiede zwischen den Häusern ähnlicher Größe interessant: Während es Häuser mit jährlich 2500 Kaiserschnitten ohne Todesfälle gibt, sterben in anderen Häusern bis zu 3% der Frauen, also 75 Frauen pro Jahr.

Dies hat nur bedingt mit der Operationszeit zu tun, obwohl ein leicht negativer Zusammenhang für die Häuser festzustellen ist, die Kaiserschnitte möglichst schnell durchführen. Auch hier werden nähere Untersuchungen folgen.